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Herzlich Willkommen auf den Webseiten der liberalen Jüdischen Gemeinde Göttingen!

Hier finden Sie Informationen und Bilder zu unserem aktuellen religiösen, sozialen, kulturellen und politischen Leben, zur Geschichte der Gemeinde und ihrer Gebäude und zu unserem Friedhof. Wir berichten regelmäßig über wichtige Ereignisse, Feste und unsere interreligiösen wie interkulturellen Kontakte. Im Archiv finden Sie Hinweise auf Veröffentlichungen und Presseartikel, u.a. zum Thema Antisemitismus.

Die Coronapandemie hat unser Gemeindeleben sehr verändert und uns vor neue Herausforderungen gestellt. Wir mussten uns rasch auf digitale Angebote umstellen. Momentan bieten unsere Rabbiner_innen und unser Chasan (Kantor) G´ttesdienste und Shiurim (Lernstunden) online an. Wenn das Wetter mitspielt, nutzen wir aber auch unseren schönen Garten für G´ttesdienste und Zusammenkünfte. Aktuelle Draschot (Predigten) der Rabbiner_innen finden Sie auf dieser Seite. Archivierte Draschot sind →hier.

jüdische Feiertage

Freitag, den 30. April 2021, 16 bis 18 Uhr -- Garten der Gemeinde

 Lag Baomer

Wir feiern den 33. Omer-Tag mit einem Grillfest

Anmeldung bei Jacqueline

Freitag, den 30. April 2021, 18.30 bis 20 Uhr -- Vor Ort oder Online (mit ZOOM)

 Kabbalat Schabbat (Emor)

Jacqueline führt uns in den Schabbat ein.
Zu diesem Schabbat lesen wir die Paraschah Emor: Wajikra 21.1 - 24.23

andere Veranstalter

Berlin, Staatsbibliothek

 die Displaced Persons-Sammlung in der Staatsbibliothek zu Berlin

Für den Erhalt der ersten jüdischen Publikationen in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg zur SBB →

Weitere Information (PDF-Datei) hier →

Sonntag, den 18. April 2021, 16 bis 18 Uhr -- per ZOOM aus der Begegnungsstätte Löwenstein

 Gedenken an Ruth Klüger

Lernnachmittag mit Dr. Hermann Engster

Noch immer hält uns die Corona-Pandemie im Bann. Gleichwohl wollen wir jetzt versuchen, per ZOOM einen   Vortrag von Dr. phil. Hermann Engster zu erleben. Der Referent wirkt derzeit als Dozent für Literatur und Musik an der Universität des dritten Lebensalters in Göttingen.

Ruth Klüger ist in der Nacht vom 5. zum 6 Oktober in Irvine, Kalifornien, im Alter von 88 Jahren verstorben. Sie war Wienerin, Amerikanerin, Göttingerin. Und Jüdin. 1931 in Wien geboren, erlebte sie dort schon früh den Antisemitismus. Bereits als Kind entwickelte sie eine Leidenschaft zur Literatur, lernte Gedichte von Goethe, Heine und ganze Schiller-Balladen auswendig. Als Elfjährige wurde sie mit ihrer Mutter ins KZ Theresienstadt deportiert, danach nach Auschwitz.

Das Memorieren der Gedichte half ihr, das quälende Appellstehen auszuhalten und ihr die Hoffnung auf eine bessere Welt zu bewahren. Den Gaskammern entging sie, weil eine Schreiberin ihr riet, sich statt als 12-jährig als 15-jährig auszugeben, um als arbeitsfähig eingestuft zu werden.

Auf den Todesmärschen in andere KZs vor Kriegsende gelang Mutter und Tochter die Flucht. Danach emigrierten sie in die USA. Ruth Klüger studierte Germanistik, lehrte als Professorin in Princeton/New Jersey und Irvine/Kalifornien; 1988 erhielt sie eine Gastprofessur in Göttingen.

Göttingen wurde ihr zu einer zweiten Heimat. Hier schrieb sie ihre Erinnerungen mit dem
Titel „weiter leben. Eine Jugend“. Das Buch, von Suhrkamp als „unliterarisch“ abgelehnt,
erschien im damals kleinen Wallstein-Verlag, der davon 300.000 Exemplare verkaufte. Gewidmet hat sie das Buch ihren „Göttinger Freunden“.

Als Literaturwissenschaftlerin und Schriftstellerin erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Ihre letzten Jahre verbrachte sie in Irvine. Dieser eindrucksvollen und verehrungswürdigen Frau soll in diesem Vortrag gedacht werden.

Ab 15:45 Uhr besteht die Möglichkeit, sich am ZOOM-Meeting anzumelden. Bitte schalten Sie dazu Ihr Mikrofon ab, um den Vortrag nicht zu stören; natürlich besteht anschließend die Möglichkeit, mit dem Referenten zu diskutieren.

Den ZOOM-Zugang erhalten Sie nach Anmeldung beim Jüdischen Lehrhaus Göttingen:
Tel. +49 551 633 9415 oder Email: JLHGoe@gmail.com

für archivierte Nachrichten, →hier klicken

Andere Nachrichten

Bekanntmachungen

Unterschiedlich, s. Kalender

 Festjahr 2021 -- 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland

IM JAHR 2021 LEBEN JÜDINNEN*JUDEN NACHWEISLICH SEIT 1700 JAHREN AUF DEM GEBIET DES HEUTIGEN DEUTSCHLANDS.
Aus diesem bedeutenden Anlass haben sich Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und wichtige Institutionen zusammengeschlossen, um dieses Ereignis unter der Leitung eines eigens gegründeten Vereins zu begehen.  
Unter dem Namen #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland werden bundesweit rund tausend Veranstaltungen ausgerichtet. Darunter Konzerte, Ausstellungen, Musik, ein Podcast, Video-Projekte, Theater, Filme … 
Ziel des Festjahres ist es, jüdisches Leben sichtbar und erlebbar zu machen und dem erstarkenden Antisemitismus etwas entgegenzusetzen. 

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