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Draschot

Drascha für die hohen Feiertage 5781

Schana towa! Wir feiern unsere Feiertage Rosch Haschana (Neujahr) und Jom Kippur (Versöhnungstag) in diesem Jahr wegen der Corona—Pandemie anders als in anderen Jahren. Die Botschaft ist aber um so stärker. Wir brauchen einander mit einer noch größeren Liebe als je zuvor. Und die Welt braucht noch mehr Zuwendung von uns Menschen als je zuvor. Liebe, Zuwendung, Achtsamkeit — darum dreht es sich an den Hohen Feiertagen.

Zur Vorbereitung diente der vorige Monat, Elul— geschrieben mit diesen Buchstaben: alef- lamed-wav-lamed. Es sind die gleichen vier Buchstaben, mit denen diese Worte anfangen: Ani ledodi, vedodi li „Ich gehöre meinem Geliebten, und mein Geliebter gehört mir." Worte aus Schir haSchirim, dem Hohelied (6:3), Worte, die die Braut zu ihrem Bräutigam sagt, oder zwei Menschen einander unter der Chuppa sagen, während sie einander einen Ring auf den Finger schieben. So wie ein Ehepaar sich mit diesen vier Worten, die mit den Buchstaben alef-lamed-wav-Iamed anfangen, miteinander verbindet, so hat der Monat Elul uns ermuntert und aufgerufen, uns miteinander zu verbinden, uns näher zueinander und vielleicht sogar näher zu G'tt zu bringen.

Wegen der Corona-Pandemie können wir die Feiertage nicht wie üblich gemeinsam in der Synagoge feiern. Und genau darum, weil es schwieriger ist, an diesen wichtigen Tagen unseres jüdischen Jahres zusammenzukommen, ist Verbindung und Nähe zueinander die wichtigste Herausforderung für alle Jüdinnen und Juden, für uns alle.

Liebe ist die zentrale Aufgabe, die zentrale Botschaft der Tora, des Judentums insgesamt. Liebe deinen Nächsten ist das zentrale Gebot der Tora, diese Worte stehen nicht umsonst genau in der Mitte der fünf Bücher Mose (Leviticus 19,18). Und wieso genau steht das Liebesgebot in der Mitte? Weil wir nach Ebenbild geschaffen sind (Genesis 1,26-27). Jedes Mal, wenn Du mit einer anderen Person in Kontakt bist, mit ihr redest, mit ihr telefonierst, und jedes Mal, wenn man einen Menschen ansieht oder ihr/ihm zuhört, schaust Du G'tt sozusagen ins Gesicht und hörst Stimme. Das Besondere ist, sagt Rabbi Akiva (Pirke Avot 3,14), dass uns dieses Wissen offenbart ist: wir wissen, dass wir nach Ebenbild geschaffen sind: so steht es ja im Buch Genesis geschrieben (Genesis 9,6). Die ganze Tora sowie das ganze Judentum ist ein Kommentar auf diesen einen Satz — sagte Rabbi Hillel, wenn er gebeten wurde, die zentrale Botschaft der Tora in einem Satz zusammenzufassen (Bab. Talmud, Schabbat 31a).

Sind wir in der Lage, einander Zuneigung zu geben? Ja, sagt der Philosoph und Rechtsgelehrte Maimonides (Rambam): Jede Person hat einen freien Willen. Wir bestimmen, ob wir den richtigen Weg wählen und gerecht handeln wollen; das liegt in unserer Macht, wir entscheiden freiwillig, was wir tun und lassen. Und auch wenn wir in die falsche Richtung gehen, liegt das in unserer Macht. Jeder und jede kann so gerecht und rechtschaffen sein wie Mosché Rabbénu oder ungerecht wie König Jerobeam (Rambam, Mischne Tora, Hilchot Teschuwa 5,1—2). Jede und jeder entscheidet, ob sie oder er barmherzig oder grausam, gemein oder großzügig sein möchte.

In den letzten Monaten wurden wir oft auf die Probe gestellt. Die Corona-Pandemie hat uns vor viele Entscheidungen gestellt. Entscheiden wir uns, ob wir uns an die Regeln halten wollen oder nicht? Gefährden wir anderen und unsere eigene Gesundheit? Oder versuchen wir, das zu vermeiden? Helfen wir anderen, die sich nicht helfen können, oder schauen wir weg und kümmern uns nur um uns selbst?

Niemand zwingt uns oder entscheidet für uns oder zieht uns in die eine oder andere Richtung; wir selbst haben die Freiheit, die Seite zu wählen, die wir wollen, sagt Maimonides. Dazu ermutigt uns auch die Tora: „Vor euch liegt die Wahl zwischen dem Segen und dem Fluch: Wählt den Segen.” (Deuteronomium 30)

Die zehn Tage zwischen Rosch Haschana und Jom Kippur sind Tage der Einkehr. Als Juden überprüfen wir weltweit unsere Taten des vergangenen Jahres. Ungerechtigkeiten zwischen Mitmenschen können wir nur durch Entschuldigungen wiedergutmachen. In der Mischna, einem frühen rabbinischen kanonischen Text, wird erklärt, dass man sich bis zu dreimal entschuldigen muss, bis sie angenommen werden, gegebenenfalls sogar mit Geschenken. Wenn die beleidigte Person in der Zwischenzeit gestorben ist, wird an der Grabstelle eine Entschuldigung ausgesprochen. Es scheint, dass die Wiedergutmachung sowohl für den Täter als auch für die betroffene Person etwas Notwendiges ist.

Während der Synagogendienste wird ein kollektives Bekenntnis zu einem alphabetischen Kompendium von Übertretungen abgelegt, z.B. Klatsch, Verrat, Veruntreuung (Aschamnu). Natürlich hat niemand all diese Verstöße begangen. Doch es gibt genug womit man sich identifizieren kann.

Die Notwendigkeit einer kollektiven Entschuldigung ist heute gesellschaftlich ein präsentes und lebhaft diskutiertes Thema: für den Holocaust, für die Rolle, die wir in der Kolonialzeit gespielt haben, für die Sklaverei und für Rassismus in unserer heutigen Gesellschaft. Man muss aber diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht persönlich begangen haben, um zu erkennen, dass Entschuldigungen notwendig sind: sowohl durch die Täter als auch für die Erniedrigten und Beleidigten. Nur dann ist ein Neuanfang möglich.

Maimonides sagt, dass man erst dann wirklich Teschuwa gemacht hat, wenn man wieder in die gleiche Situation gerät und dann das Richtige tut (Rambam, ibid 2,1). Jedes Mal werden wir im Leben erneut getestet: Was wählen wir? Wählen wir Liebe, Zuwendung, Achtsamkeit? Ani Iedodi, vedodi Ii / Ich gehöre Dir, so wie Du mir gehörst. Lasst uns füreinander da sein. Schana towa, möget ihr eingetragen werden ins Buch des Lebens.

Rabbiner Edward van Voolen

 


2020

Sonnabend, den 18. April 2020 : Omer zählt

Pessach und Schawuot sind auf die gleiche Art miteinander verbunden wie Ostern mit Pfingsten: Zwischen den Feiertagen liegen sieben mal sieben Tage. Pessach feiert die Befreiung aus der ägypCschen Sklaverei und die Entstehung des jüdischen Volkes. Am fünfzigsten Tag nach Pessach, am Schawuot (Wochenfest) wurde die Tora auf Sinai offenbart – in 70 Sprachen, für die ganze Menschheit. Hier entstand das Judentum.

Juden zählen 49 Tage Omer, die Garben der ersten Frühlingsernte, die in biblischen Zeiten im Tempel geopfert wurden. Die Omer-Zeit bezieht sich aber auch auf die lange und gefährliche Reise durch die Wüste von Ägypten zum versprochenen Land, begleitet von Hunger, Seuchen und feindlichen Angriffen. Diese Erinnerung ist bis heute prägend.

Der Talmud erzählt, wie tausende Schüler von Rabbi Akiba (50-135) von einer Plage und den Römern heimgesucht wurden. Nicht nur deswegen ist die Omer-Zeit zu einer Trauerzeit geworden – im Laufe der Jahrhunderte haben weitere Heimsuchungen stabgefunden, wie im Mibelalter, wenn Juden von Kreuzfahrern auf dem Weg ins Heilige Land ermordet wurden. Und bis in die Moderne wurden sie beschuldigt, Plagen wie Pest und Cholera verursacht zu haben. Auch der Shoa wird in der Omer-Zeit gedacht.

Abgesehen vom Feiertag zu Israels Unabhängigkeit, gibt es seit der frühen Moderne nur eine Ausnahme in dieser Trauerzeit: LaG baOmer (die Buchstabe Lamed ist 30, Gimmel 3), der 33. Tag nach Pessach, in diesem Jahr am 12. Mai. Eine Erleichterung der Plage, ein kurzfrisCger Erfolg im Kampf gegen die Römer wurde mit dem Sterbetag von Akibas Schüler Rabbi Schimon bar Jochai verbunden, der beides überlebt habe. Ihm wird tradiConell den Sohar, das Hauptwerk der jüdischen MysCk zugeschrieben. Hunderbausende Juden aus aller Welt pilgern zu seinem Grab in Meron in der Nähe von Safed, im israelischen Galiläa. Picknicks und Freudenfeuer bieten einen faszinierenden Anblick. Die Trauerzeit ist aufgehoben, und man darf auch wieder heiraten.

Jetzt leiden wir alle unter einer neuen weltweiten Seuche, die uns verfolgt. Feiern tun wir trotzdem, aber zu Hause. Dass wir uns digital verbinden und uns untereinander solidarisieren, ist im Sinne unserer demokraCschen Staaten und unserer Religionen, für die der Schutz des Menschenlebens und der Nächstenliebe zentrale Bedeutung hat. Nächstes Jahr feiern wir wieder zusammen, in unseren Kirchen, Synagogen und Moscheen.

 

Freitag, den 5. Juni 2020 : Drascha Naso „Segne!“

Die priesterliche Handsprache mit gespreizten Fingern ist weltberühmt geworden seit dem vulkanischen Gruß vom Star-Trek-Figur "Spock", gespielt von Leonard Nimoy. Er sah es zum ersten Mal, als sein Großvater ihn in eine orthodoxe Synagoge mitnahm. Er spürte, dass es etwas besonders war.

In orthodoxen und vielen konservativen Synagogen wird der "priesterlichen Segen" Birkat Kohanim, der in unserer Parascha Naso zu finden ist, ganz ohne besondere Fanfare an Wochentagen und am Schabbat bei der Wiederholung der Amidah gesungen. Aber an Feiertagen wird es morgens von Kohanim selber ausgesprochen, die in der Tradition der biblischen Priester stehen. Kurz nach der K'duschah, dem dritten Lobspruch in der Amidah, dem "Heiligkeits"-Gebet, verlassen die Kohanim die Synagoge, ziehen ihre Schuhe aus und waschen ihre Hände. Jeder Kohen bedeckt sein Gesicht mit einem Tallit, um die Menschen nicht abzulenken und zu verhindern, sie anzuschauen. Der Gemeinde zugewandt spreizen sie ihre ausgestreckten Finger, um den hebräischen Buchstaben schin zu bilden, den ersten Buchstaben des hebräischen Wortes Schaddai, das so viel wie "Allmächtiger Gott" bedeutet. Um sicherzustellen, dass die Kohanim die Worte richtig aussprechen, singt der Chasan jedes Wort zuerst aus dem gedruckten Gebetbuch und danach wiederholen die Kohanim es. Dann kehren sie zu ihren Sitzen zurück und werden wieder gewöhnliche Beter in der Gemeinde. Auch in vielen unserer Liberalen Gemeinden ist es üblich, dass der Rabbiner am Ende des G’ttesdienstes den priesterlichen Segen ausspricht. Dieser Brauch geht zurück auf dem ersten öffentlichen Gottesdienst nach der Einweihung der Stiftshütte in der Wüste, wo Aharon, der erste Kohen, auch seine Hände spreizte, um das Ganze Volk zu segnen (Levitikus 9,21-22).

Ist das nicht merkwürdig? Das Liberale Judentum lehnt doch schon immer den Begriff des Priesterstatus ab? Klar, als der Tempel in Jerusalem noch stand, führten Priester und Leviten den Opferkult durch, sangen und spielten die begleitenden Melodien und waren für die physische Instandhaltung des Tempels verantwortlich. Doch nach der Zerstörung des Tempels im Jahre 70 gingen diese Aufgaben und das damit verbundene Prestige verloren - zumindest bis der Messias kommt, um den Tempel wiederaufzubauen und den Priesterkult wiederherzustellen. Um diesen Statusverlust der Kohanim zu lindern, den Schmerz, sich plötzlich nicht privilegierter als das einfache Volk zu fühlen, wurden den Priestern und Leviten einige Höflichkeiten zuteil, wie z.B. vor allen anderen Juden zur Tora aufgerufen zu werden und mehrmals im Jahr vor der Gemeinde zu stehen und Birkat Kohanim zu rezitieren. Als moderne, egalitäre Religion wollte die Reformbewegung aber nichts davon haben. Auch das folgt früheren Präzedenzfällen. Nicht nur Liberale Juden heute, aber sogar die biblischen Israeliten waren misstrauisch gegenüber priesterlichen Vorrechten - eine Tatsache, die schon von früheren Rabbinern aufgegriffen wurde, als sie unsere Parascha kommentierten. Sie weisen darauf hin, dass die Anweisung "So sollst du das Volk Israel segnen" impliziert, dass die Priester sich darauf beschränken sollten, Wort für Wort zu wiederholen, was Gott ihnen zu sagen hat. Das tragische Schicksal von Aharons Söhnen Nadaw und Awihu, die mit dem Tod bestraft wurden, weil sie "vor dem ewigen fremden Feuer" geopfert hatten, ist nach rabbinischer Auffassung eine Ermahnung an die Priester, den Gottesdienst genau nach den Anweisungen, die Gott ihnen gab, durchzuführen (Levitikus 10,1-2). Darüber hinaus wird anschliessend an den Priestersegen in Numeri 6,27 1gesagt: „Wenn sie meinen Namen aussprechen, werde Ich, Gott, euch segnen.“ Es ist Gott, der das Volk segnet, nicht die Kohanim.

Die Trennlinien zwischen Priester und Volk werden allmählich weiter verwischt. Die priesterliche Autorität ist schon in der Bibel demokratisiert. So sagt Gott unmittelbar bevor er die Zehn Gebote gibt, zu den Israeliten: "Ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein" (Exodus 19,6). Dem jüdischen Volk als Mamlèchet Kohanim, Königreich von Priestern, bekommt also eine besondere Verantwortung übertragen, wobei das Volk sich wie Priester auszeichnen sollten durch eine besondere Lebensweise, die dem Dienst an Gott geweiht und den Bedürfnissen des Volkes gewidmet ist. Dies ist die Aufgabe, die Juden in ihrer Rolle als „Licht unter den Nationen“ in der Welt haben, in einer dienenden Rolle „an allen Menschen, bis an das Ende der Erde“ (Jesaja 49,6). Kohanim, aber auch Rabbiner haben dank dieses Impulses zur Demokratisierung längst nicht mehr das Alleinrecht den Priestersegen auszusprechen. Jede Jüdin, jeder Jude hat das Recht, ihn auszusprechen. Sowie Rabbiner und Kantoren B'nei und Bnot Mitzwa, Paare unter der Chuppah und Juden nach Wahl segnen, segnen ja auch Eltern ihre Kinder am Schabbat am Tisch.

Segnungen gehen weit über High Fives und ein Schulterklopfen, eine Umarmung hinaus – wie sehr ich mir auch wünsche, das irgendwann wieder machen zu dürfen. Birkat Kohanim wird diese Woche am Schabbat überall in der Welt verlesen, zu Hause oder in der Synagoge. Der Text gehört nicht mehr nur den Priester: Der Text gehört uns allen. Sowie der biblische Priester das Volk segnete, und das Volk so letztendlich von Gott gesegnet wurde, so sollten wir diesen wunderschönen Text einander zusprechen, einer teuren Freundin oder einem teuren Freund, damit diese Person von Gott gesegnet wird. Die alten biblischen Worte können eine sehr spirituell befriedigende Wirkung haben. Wie gesegnete Kinder bekommen gesegnete Erwachsenen eine besondere Ausstrahlung, die mit Sicherheit etwas mit der Gegenwart Gottes zu tun hat. Genau das ist die beabsichtigte Wirkung von Birkat Kohanim. Die Tora selbst bietet die Erklärung dafür, warum Gott den Priestern befiehlt, diesen Segen auszusprechen: "So werden sie meinen Namen mit dem Volk Israel verbinden, und werde Ich, Gott sie segnen" (Numeri 6,27). Vielleicht sollten auch wir nicht nur die Kinder, aber auch einander am Schabbat segnen, oder auch einfach während der Woche. Und wenn wir diesen Segen erteilen, können wir alle dazu beitragen, dass Gottes Gegenwart um uns herum spürbar wird.

Ken Jehi Ratzon, so möge geschehen. Schabbat schalom.


2021

Sonntag, den 16. Mai 2021 — Shawuoth: Schawuot und Solidarität

Warum lesen wir an Schawuot die Megillat  Rut, die Rut-Rolle? Diese im ländlichen Milieu inszenierte Erzählung spielt in der Erntezeit – Chag haKatzir (Erntefest, Num 28,26) und Jom haBikurim (Tag der Erstlinge, Ex 23,16) – dies sind die alternativen Namen für Chag haSchawuot (Wochenfest, Dtn 16,10), das wir sieben Wochen lang (Schawuot) nach Pessach feiern.

Die folgende Aussage von Rut bewegt mich besonders: „Dränge mich [Rut] nicht länger, dich [Naomi] zu verlassen und zurückzugehen, von dir weg. Denn wohin du gehst, dahin werde auch ich gehen, und wo du übernachtest, da werde auch ich übernachten; dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, da werde auch ich sterben, und dort will ich begraben werden. Der Ewiger ist mein Zeuge: Nur der Tod wird mich von dir trennen“ (Rut 1,16f).

Rut, eine nicht-jüdische moabitische Frau, solidarisiert sich nach dem Tod ihres Mannes mit ihrer Schwiegermutter Naomi. Naomi lässt sich von ihren Worten überzeugen und beide entscheiden sich für einen gemeinsamen Lebensweg. Kurz darauf heiratet Rut Boas. Sie bekommen einen Sohn, der später Jischai zeugt, den Vater Davids, den Stammvater des uns verheißenen Messias. Ihre Aussage hat also große Konsequenzen!

Auffällig ist, dass Rut zuerst das Volk und erst danach den Gott ihrer Schwiegermutter erwähnt. Zuerst die praktische Solidarisierung, dann die theologische. Bis der Tod sie trennt. Würde meine Solidarität mit anderen so weit gehen? Könnte ich mich engagieren für eine arme Frau, die wegen Hungersnot aus ihrem Land geflüchtet ist und jetzt mit einer verwitweten Schwiegertochter mittellos nach Hause zurückkehrt?

Leben bedeutet, sich um andere Menschen zu kümmern. Erst danach kommt die Ideologie, die Theologie – so Rut. Oder kommt die Theorie zuerst, und trägt und motiviert unsere Entscheidungen? Mit diesem Spannungsfeld beschäftigt sich Schawuot: Wir lesen zwei zentrale Texte, Gottes prägende Zehn Worte und Ruts bewegende Aussagen.

Im Buch Rut betrachtet eine Familie insbesondere die Verpflichtung ihren Mitgliedern gegenüber, die in Armut gefallen sind, als zentral. Zusätzlich spielt Erbschaft für Frauen eine Rolle. Und schließlich das Verhältnis zwischen Juden und anderen Völkern. Das Buch Rut bestreitet den Standpunkt, dass eine Ehe mit einer ausländischen Frau nicht erlaubt sei. Das sind große Themen, die uns noch immer beschäftigen.

Jeder Mensch steht jedes Jahr an Schawuot am Fuß des Berges Sinai und empfängt die Tora, die Weisung. In den vielen Krisen nach der Zerstörung des Tempels, in Zeiten der Verfolgung und von Epidemien wie der heutigen, sind die Worte der Tora aber nicht immer einfach hinzunehmen. Zu oft triumphiert das Böse. Ganz in der biblischen Tradition – wobei Abraham, Moses oder die Propheten regelmäßig mit Gott streiten, ob der Ewige sich denn an Seine eigenen Gesetze hält – entwickeln die Rabbiner das Konzept eines Dialogs, manchmal sogar eines Streitgesprächs: Wenn Gott schweigt, sprechen wir (im Gebet oder beim Studium), und Gott hört uns hoffentlich zu. Es ist unsere Aufgabe, die Schöpfung zu ergänzen, zu vollenden (Tikkun Olam).

Das ist auch ein Grund, weswegen das Buch Rut so gut zu Schawuot und zu unserer Zeit passt: Hungersnot, Flucht, Exil, sterbende Menschen ohne Nachkommen, Witwen und verwaiste Kinder, ohne Schutz. Rut, die kaum mehr eine Perspektive hatte, hat Naomi nicht im Stich gelassen. Sie hat sich mit Naomi solidarisiert und ihren Gott angenommen.

Damals sind wir aus Ägypten befreit worden und haben am Sinai gestanden. Ist die Welt besser geworden, hat die Sklaverei aufgehört zu existieren? Ist Ungleichheit abgeschafft, sind Gier und Ausbeutung verschwunden? Wächst die Kluft zwischen reich und arm nicht vielmehr erschreckend stark? Die heutige Realität von Leiden und Unrecht steht in schroffem Kontrast zu „Gott schuf die Menschen nach Seinem Ebenbild, als Mann und Frau schuf Er sie“ (Gen 1,27), solange ethnische, sexuelle und religiöse Minderheiten, Farbige und Frauen diskriminiert werden. Das Buch Rut sagt zugespitzt, dass aus unfruchtbarem, blutgetränktem Boden neues Leben entstehen und aus dem Stamme Jischais ein neuer Reis entspriessen kann: König David, der Vorfahre des verheißenen Messias. Kein Verlust oder Hunger kann die Hoffnung auf Befreiung und Offenbarung zerstören – wie schwierig das auch zu erkennen sein mag, wenn man selbst in dieser Situation ist.

Rut macht uns klar, dass Liebe stärker ist als der Tod. Rut bedeutet, dass messianische Perspektiven geboren werden in einer Zeit, in der vieles zerstört ist. Die Aussage Ruts (in unserer Tradition als ihre freiwillige Aufnahme ins Judentum interpretiert) ermutigt mich jeden Tag, meine Liebe zum Judentum in Taten umzusetzen. Dann spüre ich, dass ich wieder am Sinai stehe, zusammen mit den Generationen vor mir, mit den Toten und Ermordeten sowie mit den Lebenden, die sich nach Hoffnung sehnen, und mit den Ungeborenen, für die ich die Welt jetzt besser gestalten möchte. Rut bewegt mich bis heute ganz besonders.

--Edward van Voolen

Freitag, den 11. Juni 2021 : Drascha Korach

Liebe Gemeinde,

 

Heute ist nicht nur Schabbat, sondern auch Rosch Chodesch. Der Monat Tammus beginnt. In diesem Monat haben wir den Fastentag vom 17. Tammus (27.06.), mit dem die drei Wochen der Trauer über die Zerstörung der beiden Tempel in Jerusalem beginnen, die dann am 9. Av enden (17.07.).

 

Warum wurde der Tempel zerstört? Darauf gibt es natürlich viele Antworten in der rabbinischen Literatur, aber die berühmteste Antwort findet sich im Talmud in Yoma, wo es heißt: Der zweite Tempel, in dem sie Torah lernten - gute Taten taten – warum wurde der zerstört? Wegen Sin'at chinam, grundlosem Hass. Das Volk war zerspalten und die verschiedenen Lager standen sich wegen Nichtigkeiten feindselig gegenüber.

Auch die Parascha diese Woche erzählt von Hass, Aufruhe und Spaltung: Der Rebellion von Korach.

Die Israeliten sind in der Wüste und Moscheh muss wieder einmal große Herausforderungen bewältigen. Sein Bruder Ahron ist der Hohepriester, der Cohen hagadol, und seine Söhne sind die Priester. Eines Tages erhebt sich Korach, ein Levit, die den Priestern dienlich sein sollen, gemeinsam mit 250 Stammesfürsten und Datan und Abiram aus dem Stamme Re´uwens.

Sie wenden sich an Moscheh und Ahron mit den Worten: „Genug mit euch! Kol haEdah kulam kedoschim! Denn die ganze Gemeinde allesamt sind heilig und unter ihnen ist der Ewige! Und warum erhebt ihr euch über die Versammlung des Ewigen?“

Sie fordern die Autorität heraus und wollen ebenfalls Teil an der Entscheidungsfindung sein. Moderne Kommentatoren sehen hier den Wunsch nach mehr Demokratie. Die traditionelle Bibelauslegung sieht Korach und die Seinen freilich sehr kritisch.

Rashi beispielsweise versucht die Psyche Korachs zu analysieren: Er war der Cousin von Moscheh, denn Moschehs Vater Amram war der älteste Bruder, der zweitälteste war Korachs Vater Jizhar und der dritte Bruder war Usiel. Moscheh und Ahron nahmen ihre Positionen ein, die durch das Erstgeborenenrecht gesichert war. Anstatt dann aber Korach als Stammesfürst, als Nasi, einzusetzen, bekam diese Ehrung Elitzafan ben Uziel, der Sohn des jüngsten Bruders und Korach wurde übergangen. Eifersucht und verletzte Eitelkeit sind Raschi zu Folge also die Triebkräfte hinter Korachs Machtbestrebungen.

Moscheh kündigt an, dass es eine Prüfung geben soll, wen G´tt als die Führer der Israeliten haben möchte: Alle Aufständischen und Moscheh und Ahron sollen sich mit ihren Räucherpfannen aufstellen. Hierbei handelt es sich um ein kleines Gefäß, in dem auf glühenden Kohlen Weihrauch oder Kräuter verbrannt wurden. Die Rebellierenden waren mit dieser Prüfung einverstanden und am nächsten Morgen stellten sich alle mit ihrem mobilen Altar auf. Plötzlich „spaltete sich der Boden unter ihnen und die Erde öffnete ihren Mund und verschlang sie und ihre Häuser und alle Menschen, die Korach gehörten, und alle Habe, dass sie und alle ihren hinabfuhren lebendig in die Scheol und die Erde sie deckte und sie verschwanden aus der Versammlung. Und ganz Israel, das ringsum sie stand, floh bei ihrem Geschrei. Und ein Feuer ging aus von den Seiten des Ewigen und verzehrte die 250 Männer.“

Auf diese Weise war die unbestreitbare Autorität von Moscheh und Ahron wieder hergestellt ohne wenn und aber.

Auch wir kennen Spaltung in der Gesellschaft, konkurrierende Gruppen, aber zumeist ohne ein g´ttliches Zeichen zu bekommen, welche Streitpartei Recht hat.

Gerade im letzten Jahr wurden unter den besonderen Umständen der Pandemie viele Gesellschaften auf die Zerreisprobe gestellt. In Israel führte dies zu verschiedenen Spaltungen. Eine ganze Zeit lang wurde sich sehr über die Orthodoxen geärgert, denen man einen laxen Umgang mit der Krankheit vorwarf. In den letzten Wochen kam es zu erheblichen Spannungen mit der arabischen Bevölkerung Israels und den arabischen Nachbarn. Nun gab es Wahlen und die Hoffnung ist da, dass es unter der Beteiligung einer arabischen Partei auch wieder zu mehr Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Menschen kommt. Das breite Bündnis aus 8 Parteien, das am Sonntag vereidigt werden soll, hat die Chance abgebrochene Brücken neu zu bauen.

Auch wir in Deutschland wurden durch Corona auseinander getrieben. Neben Querdenkern und undemokratischen Parteien stellte auch die soziale Isolierung eine große Schwierigkeit dar. Auch hier spüren wir wieder Hoffnung und müssen langsam und behutsam wieder zusammenwachsen.

Eine Stelle unseres Torahabschnitts ist mir sehr ins Auge gefallen: „Und Moscheh sprach zu Ahron: Nimm die Räucherpfanne und tue Feuer vom Altar darauf und lege Räucherwerk auf und bring es eilends unter die Gemeinde und entsühne sie, denn der Zorn ging aus vom Ewigen her, die Plage hat begonnen! Und Ahron nahm, wie Moscheh geredet, und lief mitten unter die Versammlung, und siehe, die Plage hatte im Volke begonnen; und er legte das Räucherwerk auf und entsühnte das Volk.“ (17, 12) So beendete er die Plage, der 14700 Menschen zum Opfer gefallen waren. Laut RKI :-)

Ein Heilmittel gegen die Plage? Das erinnert stark an die Coronaimpfung!

Oft kommt mir die Welt so voll vor. So viele Menschen mit ihren Bedürfnissen und ihrer Meinung. Streit und Zerwürfnis wie oben geschildert. Nun muss ich aber zugeben: Ich selbst habe überhaupt nichts zu dem Heilmittel beigetragen, das ich nun auch endlich verabreicht bekommen habe. Ich habe nicht dafür geforscht, habe es nicht entwickelt, nicht bei der Produktion oder Verteilung geholfen, nicht die Glasfläschchen oder Kanülen hergestellt. Ich kann mir nicht einmal die Spritze selber geben. Und trotzdem profitiere ich. Und dann auch noch ohne dafür extra zu bezahlen. Diese Erkenntnis macht mich erstens demütig und zweitens doch dankbar für meine vielen verschieden begabten Mitmenschen. Dass wir es wirklich geschafft haben werden unsere Gesellschaft zu immunisieren, ist ein starkes Stück Teamwork. Es ist Zeuge dafür, dass unser Gesellschaftssystem funktioniert und alle voneinander profitieren können!

Gerade nun also, wenn wir uns an den Sinat chinam, den überflüssigen, grundlosen, verschwendeten Hass erinnern, der zu der Zerstörung der beiden Tempel führte, können wir uns freuen über Ahawat chinam – grundlose Liebe. Lasst uns alle mitwirken, unsere Gesellschaft wieder zusammen zu bringen. Den Schlom Baijt, den Hausfrieden, wieder herzustellen. Ahawat chinam zu verbreiten.

Ich wünsche uns einen friedlichen und liebevollen Schabbat.

Schabbat schalom umeworach!


 

Aktuelles


2020

Freitag, den 3. Juli 2020 , 18 Uhr — Garten der Jüdischen Gemeinde: Kabbalat Shabbat im Grünen

Wir treffen uns mit Jasmin im Garten der Gemeinde für den Kabbalat Shabbat.

Bitte Masken mitbringen und Abstand halten.

Sonnabend, den 4. Juli 2020 , 11 Uhr — Garten der Jüdischen Gemeinde: Schiur mit gemeinsamem Frühstück

Schiur mit gemeinsamem Frühstück im Garten der Gemeinde

Freitag, den 10. Juli 2020 , 18 Uhr — Am Bildschirm: Kabbalat Shabbat über ZOOM

Dauer etwa eine Stunde,

Anmeldungung bei Jacqueline: jajueli@web.de

Donnerstag, den 16. Juli 2020 : Sommerpause

Die Gemeinde macht Sommerpause.

 

Freitag, den 14. August 2020 , 18 Uhr: Kabbalat Shabbat im Grünen

Wir starten unser religiöses Gemeindeleben wieder live mit Rabbinerin Jasmin Adriani

Sonnabend, den 15. August 2020 , 11 Uhr: Schiur mit gemeinsamem Frühstück

Schiur mit Rabbinerin Jasmin Adriani

Freitag, den 21. August 2020 , 18 Uhr: Kabbalat Shabbat im Grünen

Kabbalat Schabbat mit Chasan Daniel Kempin

Sonnabend, den 22. August 2020 , 11 Uhr: Schabbaton

Schabbaton mit Chasan Daniel Kempin zum Thema "Chosjojness" (Visionen).

Freitag, den 18. September 2020 , 18 Uhr: Rosch Haschana Gottesdienste

  • 18.09.20, 18.00 -- 19.30: Erew Rosch Haschana
  • 19.09.20,  10.00 -- 11.30: Schacharit

Freitag, den 9. Oktober 2020 , 18.30 Uhr: Kabbalat Schabbat / Sukkot

Gottesdienst mit Jacqueline Jürgenliemk

Freitag, den 23. Oktober 2020 , 18.30 Uhr: Kabbalat Schabbat

Wir führen den Schabbat mit Jacqueline Jürgenliemk ein

Freitag, den 30. Oktober 2020 , 18.30 Uhr: Kabbalat Schabbat

Liebe Mitglieder und Freunde, 

da Daniel Kempin erkrankt ist und uns in der Gemeinde nicht besuchen kann, findet der Kabbalat Schabbat morgen Abend 18.30 Uhr  online statt. Anmeldungen bitte nur an  Jacqueline:  jajueli@web.de . Der geplante Schabaton am Samstag muss leider ausfallen.

Herzliche Grüße
Susanne Levi-Schlesier
 

 

Sonnabend, den 31. Oktober 2020 , 11 Uhr: Schabbaton mit Kantor Daniel Kempin, Frankfurt a.M.,
zum Thema "Baladen, tfiles un shmuesn". ***fällt aus***

Da Daniel erkrankt ist und nicht nach Göttingen kommen kann, findet der Schabbaton nicht statt.


2021

Freitag, den 15. Januar 2021 , 18.30 Uhr — Zoom-Meeting: Kabbalat Schabbat mit Helene Braun

Anmeldung erforderlich

Freitag, den 19. Februar 2021 , 18.30 Uhr — Online -- s.u.: Kabbalat Schabbat mit Helene Braun (ZOOM-Meeting)

Paraschah für diese Woche ist Terumah

Anmeldung bei Jacqueline

Sonntag, den 14. März 2021 , 15 Uhr: Mitgliederversammlung

Details später

Mittwoch, den 31. März 2021 , 14 Uhr — Umgebung Göttingen: Kräuterwanderung mit Katja Langenbach

Katja Langenbach bietet am 31.März.2021 von 14 bis  ca. 17 Uhr eine Wildkräuterführung an.
Treffpunkt 14 Uhr in der Gemeinde.

Interessenten möchten sich in der Gemeinde melden.

Sonnabend, den 10. April 2021 , 11 Uhr — In der Gemeinde bzw. Online mit ZOOM, s.u.: Schabbaton mit Kantor Daniel Kempin, Frankfurt a.M., zum Thema "baj mir bisstu schejn".

Lieder des jiddischen Theaters, Musicals und Films.

Wir beschäftigen uns dieses Mal überwiegend mit jiddischen Liedern. Nach der Emigrationswelle von über 2 Millionen Juden in die USA bis 1920 sind diese als Teil des Integrationsprozesses für die Bühnen der Second Avenue und des Broadways entstanden.

Sie sind von großer Nostalgie an die alte Heimat geprägt und zugleich von dem Interesse, sich auf das brodelnde Leben der neuen Heimat einzulassen: Sorgen um die Zukunft (etwa um die Arbeit, gut jinglisch „dshab“ genannt), ironische Bezüge zu den damaligen gesellschaftlichen Verhältnissen (z.B. der Prohibition) und über allem die zahlreichen, sehnsuchtsvollen Liebeslieder, die im neuen Stil des Swing und des Tango komponiert wurden. Spannend für diese von der Assimilationsbereitschaft bestimmten Lieder sind die liturgisch-biblischen Einsprengsel, die die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität zumindest andeuten.

Wir konzentrieren uns auf die Blütezeit der 20-er bis 40-er Jahre, machen aber auch einen Ausflug zu dem Jiddischen Musical „der fidler ojfn dach“ (Anatevka) von 1964.

Auch NeueinsteigerInnen sind herzlich willkommen!

Anmeldung in der Gemeinde

Unkostenbeitrag:
 Nicht-Gemeindemitglieder 30 €,
 Gemeindemitglieder 20 € / ermäßigt 17 €
Mit gemeinsamem Mittagessen

Falls der shabbaton online stattfinden muss, entfallen die Unkostenbeiträge.
Wir freuen uns aber über eine Spende!

 

Sonntag, den 9. Mai 2021 — Coronabedingt bei den einzelnen Mitgliedern Zuhause: Tag des Sieges (russisch День Победы)

Der 9.Mai , Tag des Sieges (russisch День Победы) wird auch in unserer Gemeinde feierlich begangen, deren Mitglieder zu über 80% aus Bürger_innen der ehemaligen Sowjet Union bestehen. Viele von Ihnen sind Überlebende der Shoa, die von Nationalsozialisten verfolgt wurden, grosses Leid erfahren und viele Verwandte verloren haben.

Gemeinsames Feiern im Gemeindehaus ist in diesem Jahr pandemiebedingt unmöglich gewesen. Deshalb haben wir entschieden, unsere Mitglieder zu Hause unter strengen hygienischen Maßnahmen zu besuchen und ihnen Lebensmittelpakete und Grußkarten mitzubringen.

Die Aktion wurde mit der Unterstützung der ZWST ermöglicht. Mit grosser Freude nahmen unsere Mitglieder die Gratulationen und Pakete entgegen. So können sie auch in dieser schweren Zeit das Gefühl haben , dass die Jüdische Gemeinde immer für sie da ist.

Sonnabend, den 5. Juni 2021 , 11 Uhr — Präsenzveranstaltung in der Gemeinde: Schabbaton zu Verlust und vertrauen

mit Chasan Daniel Kempin

בטחון‬ ‫און‬ ‫אבדה ‬
awejde un bitochn Verlust und vertrauen In unserer Gemeinde haben wir uns - auf liturgisch- religiöser Ebene - noch nicht viel mit dem Thema Verlust und Trauer auseinandergesetzt. In unserem Schabbaton wollen wir uns dieses Mal diesem Thema widmen. Sechs Wochen später wird Tisch’a beAw stattfinden, der Fasttag, an dem laut der jüdischen Tradition beide Tempel zerstört wurden. Es geht also darum, auch persönlichen Verlust zu betrauern und diesem Ausdruck zu verleihen. Wir werden hebräische Lieder erlernen, die aus der Liturgie, den Psalmen und aus der Megillat Echa (den Klageliedern) stammen. Zudem werden wir einige jiddische Volkslieder singen, die verschiedene Formen der Hilflosigkeit und Hilfesuche beschreiben. Da aber die wichtige Auseinandersetzung mit Trauer nicht ohne Vertrauen sinnvoll ist, wird auch diese Seite nicht zu kurz kommen!

Auch NeueinsteigerInnen sind herzlich willkommen! Unkostenbeitrag: Nicht-Gemeindemitglieder 30 €, Gemeindemitglieder 20 € / ermäßigt 17 € mit gemeinsamem Mittagessen

Anmeldung in der Gemeinde

Freitag, den 23. Juli 2021 — Jüdische Gemeinde in der Angerstr.: Sommerpause

Keine G'ttesdienste in dieser Zeit

jüdische Feiertage


2020

Freitag, den 18. September 2020 : Shana tova -- Glückwunsche für das neue Jahr 5781

in diesem Jahr findet Rosch Haschana vom Sonnenuntergang am 18.09.2020 bis nach Sonnenuntergang am 20.09.2020 statt

Sonntag, den 27. September 2020 : Jom Kippur 5781

In diesem Jahr findet Jom Kippur vom Sonnenuntergang am 27.9.2020 bis nach Sonnenuntergang 28.9.2020 statt

Sonntag, den 27. September 2020 , 18 Uhr: Jom Kippur Gottesdienste

Anmeldung bis zum 21.09.2020

  • 27.09.20, 18.00: Erew Jom Kippur, Kol Nidrei
  • 28.09.20, 10.00: Schacharit
  • 28.09.20, 17.00: Neila
  • 28.09.20, 19.15: Fastenbrechen

Freitag, den 2. Oktober 2020 , 18.30 Uhr: Erew Sukkot Gottesdienst

Gottesdienst mit Rabbinerpraktikantin Helene Braun

 

Freitag, den 2. Oktober 2020 , 18.55 Uhr: Sukkot

In diesem Jahr findet Sukkot vom Sonnenuntergang am Freitag, dem 2. Oktober bis nach Sonnenuntergang am Freitag, dem 9. Oktober statt.

Sonntag, den 11. Oktober 2020 , 18.30 Uhr: Simchat Tora

Wir feiern Simchat Tora mit unserer Rabbinerin Jasmin Adriani

 


2021

Freitag, den 26. Februar 2021 , 17 Uhr — Online mit ZOOM: Purim 2021 / פּוּרִים 5781

Purim in diesem Jahr ist vom Abend des 25. Februar bis zum Abend des 26. Wir feiern online mit Hilfe von ZOOM vor Kabbalat Schabbat am 26.Feb ab 17 Uhr

Anmeldung bei Jacqueline.

Freitag, den 26. Februar 2021 , 18.30 Uhr — Online mit ZOOM: Kabbalat Schabbat (Tetsaweh)

Wir feiern Kabbalat Schabbat online.

Paraschah für diese Woche ist Tetsaweh, Schemot 27.20 - 30.10

Anmeldung bei Jacqueline

Freitag, den 5. März 2021 , 18.30 Uhr — Online mit ZOOM, s.u.: Kabbalat Schabbat (KI tissa Parschat Para)

Wir feiern online mit Rabbinerstudentin Helene Braun.

Die Paraschah für diese Woche ist Ki tissa, Schemot 30.11 - 34.35. Dazu kommt Para, Bemidbar 19 hinzu.

Anmeldung bei Jacqueline

Freitag, den 12. März 2021 , 18.30 Uhr — Online mit ZOOM, s.u.: Kabbalat Schabbat (Wajakhel-Pekude)

Wir führen den Schabbat mit Jacqueline ein

Die Paraschah für diese Woche ist Wajakhel (Schemot 35.1-38.20) zusammen mit Pekude (Schemot 38.21-40.38)

Anmeldung bei Jacqueline

Freitag, den 26. März 2021 , 18.30 Uhr — Online mit ZOOM, s.u.: Kabbalat Schabbat (Zaw)

Kabbalat Schabbat Online

Die Paraschah für diese Woche ist Zaw, wajikra 6.1-8.36

Anmeldung bei Jacqueline

Sonnabend, den 27. März 2021 — In der ganzen Welt: Pesach 2021 / פֶּסַח 5781

Pessach fängt am Abend des 27.März an und geht bis zum Abend des 4,April

Sonnabend, den 27. März 2021 , 17 Uhr — Online mit ZOOM, s.u.: Pessach-Seder

Wir feiern den Pessach-Seder mit unserer Rabbinerin Jasmin Adriani

Anmeldung bei Jacqueline

Freitag, den 9. April 2021 , 18.30 Uhr — Online mit ZOOM, s.u.: Kabbalat Schabbat (Schemini)

Wir führen den Schabbat mit Daniel Kempin ein.

Die Paraschah für diese Woche ist Schemini, Wajikra 9.1-11.47

Anmeldung bei Jacqueline

 

Freitag, den 16. April 2021 , 18.30 Uhr — Live und Online (ZOOM): Kabbalat Schabbat mit Helene Braun

Wir führen den Schabbat mit Rabbinerstudentin Helene Braun ein.
Wir haben diese Woche eine Doppelparaschah:  Tasria (Wajikra 12.1 - 13.59) und Mezora (Wajikra 14.1 - 15.33)

Anmeldung bei Jacqueline

 

Freitag, den 30. April 2021 , 16 Uhr — Garten der Gemeinde: Lag Baomer

Leider fällt unser Grillfest am Lag Baomer wegen des bedrohlichen Wetters aus

Freitag, den 30. April 2021 , 18.30 Uhr — Online mit ZOOM: Kabbalat Schabbat (Emor)

Jacqueline führt uns in den Schabbat ein.
Zu diesem Schabbat lesen wir die Paraschah Emor: Wajikra 21.1 - 24.23

Anmeldung bei Jacqueline

Freitag, den 7. Mai 2021 , 18.30 Uhr — Online mit ZOOM, s.u.: Kabbalat Schabbat (Behar-Bechukotaj)

Mit Rabbinerin Jasmin Adriani

Zu diesem Schabbat lesen wir die Paraschot Behar (Wajikra 25.1 - 26.2) und Bechukotaj (Wajikra 26.3 - 27.34)

Anmeldung bei Jacqueline

 

Sonntag, den 16. Mai 2021 , 16 Uhr — Präsenzveranstaltung in der Gemeinde -- wenn möglich im Garten: Shiur zu Shawuoth

mit Rabbinerin Jasmin Adriani

Anmeldung bei Jacqueline

Sonntag, den 16. Mai 2021 , 17.30 Uhr — Präsenzveranstaltung in der Gemeinde: Erew Shawuoth

Mit Rabbinerin Jasmin Adriani

Freitag, den 21. Mai 2021 , 18.30 Uhr — Online mit ZOOM, s.u.: Kabbalat Schabbat (Nasso)

Mit Rabbinerstudentin Helene Braun

Die Paraschah dazu ist Nasso (Bemidbar 4.21-7.89)

Anmeldung bei Jacqueline

Freitag, den 4. Juni 2021 , 18.30 Uhr — Präsenzveranstaltung in der Gemeinde: Kabbalat Schabbat (Schelach lecha)

mit Chasan Daniel Kempin (Frankfurt)

Diese Woche lesen wir die Parascha Schelach-lecha (Bemidbar 13.1 - 15.41)

Freitag, den 11. Juni 2021 , 18.30 Uhr — Online mit ZOOM, s.u.: Kabbalat Schabbat (Korach)

mit Rabbinerin Jasmin Adriani

Diese Woche lesen wir die Parascha Korach (Bemidbar 16.1 - 18.32)

Anmeldung bei Jacqueline

 

Freitag, den 18. Juni 2021 , 18.30 Uhr — Präsenzveranstaltung in der Gemeinde: Kabbalat Schabbat (Chukkat)

mit unserer Vorstitzenden Jacqueline Jürgenliemk

Diese Woche lesen wir die Parascha Chukkat (Bemidbar 19.1 - 22.1)

Freitag, den 25. Juni 2021 , 18.30 Uhr — Präsenzveranstaltung in der Gemeinde: Kabbalat Schabbat (Balak)

mit Rabinnerstudentin Helene Braun

Für diese Woche lesen wir die Parascha Balak (Bemidbar 22.2 - 25.9)

Freitag, den 2. Juli 2021 — Jüdische Gemeinde in der Angerstr.: Kein G-ttesdienst

An diesem Freitag kein Gottesdienst.

Freitag, den 9. Juli 2021 , 18.30 Uhr — Jüdische Gemeinde in der Angerstr.: Kabbalat Schabbat (Mattot-Masse und Rosch Chodesch)

Jacqueline führt uns in die Schabbat ein.

Die Paraschah ist Mattot-Masse (Bemidbar 30.2 - 36.13)

Außerdem ist am Freitag Abend der Anfang des Monats Tammus

Zum Kiddusch Essen bitte aus der milchigen und vegetarischen Küche mitbringen

 

Anmeldung bei Jacqueline

Freitag, den 16. Juli 2021 , 18.30 Uhr — Jüdische Gemeinde in der Angerstr.: Kabbalat Schabbat (Dewarim Schabbat Chason)

Kabbalat Schabbat mit Rabbinerstudentin Helene Braun

Die Paraschah dazu ist der Anfang von Devarim, 1.1 - 3.22

anschließend: Grillen im Garten

Anmeldung bei Jacqueline

Freitag, den 20. August 2021 , 18.30 Uhr — Jüdische Gemeinde in der Angerstr.: Kabbalat Schabbat (Ki Teze)

Jacqueline Jürgenliemk und der Verein „Tamar“, junge jüdische Erwachsene

Die Paraschah ist Ki Teze (Devarim 21.10 - 25.19)

Zum Kiddusch Essen bitte aus der milchigen und vegetarischen Küche mitbringen

 

Anmeldung bei Jacqueline

 

Freitag, den 27. August 2021 , 18.30 Uhr — Jüdische Gemeinde in der Angerstr.: Kabbalat Schabbat (Ki Tawo)

Mit Chasan Daniel Kempin

Die Paraschah ist KI Tawo, Devarim 26.1 - 29.8

Zum Kiddusch Essen bitte aus der milchigen und vegetarischen Küche mitbringen

 

Anmeldung bei Jacqueline

 

Sonnabend, den 28. August 2021 , 10 Uhr — Jüdische Gemeinde in der Angerstr.: Schacharit

Morgeng'ttesdienst mit Chasan Daniel Kempin

Anmeldung bei Jacqueline oder im Sekretariat

 

 

Bekanntmachungen

Unterschiedlich, s. Kalender: Festjahr 2021 -- 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland

IM JAHR 2021 LEBEN JÜDINNEN*JUDEN NACHWEISLICH SEIT 1700 JAHREN AUF DEM GEBIET DES HEUTIGEN DEUTSCHLANDS.
Aus diesem bedeutenden Anlass haben sich Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und wichtige Institutionen zusammengeschlossen, um dieses Ereignis unter der Leitung eines eigens gegründeten Vereins zu begehen.  
Unter dem Namen #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland werden bundesweit rund tausend Veranstaltungen ausgerichtet. Darunter Konzerte, Ausstellungen, Musik, ein Podcast, Video-Projekte, Theater, Filme … 
Ziel des Festjahres ist es, jüdisches Leben sichtbar und erlebbar zu machen und dem erstarkenden Antisemitismus etwas entgegenzusetzen. 

Kalender

Archiv der Bundeszentrale für politische Bildung: Archiv der Bundeszentrale für politische Bildung

Leben und Wirken von Jüdinnen nach der Shoah bis heute / Neue Reihe im Deutschland Archiv der Bundeszentrale für politische Bildung / www.bpb.de/deutschlandarchiv

Die Bundeszentrale für politisch Bildung/bpb veröffentlicht in Zusammenarbeit mit der Kulturjournalistin und Fotografin Sharon Adler im Deutschland Archiv die Reihe „Jüdinnen in Deutschland nach 1945 – Erinnerungen, Brüche, Perspektiven“. In wissenschaftlichen Beiträgen, Essays sowie Interviews und Porträts wird das Leben und Wirken von Jüdinnen nach der Shoah bis heute sichtbar gemacht.

In der Reihe stellt das Deutschland Archiv jüdische Frauen und ihre Erfahrungen als Angehörige der ersten, zweiten und dritten Generation von Überlebenden des Holocaust im geteilten und vereinten Deutschland in den Mittelpunkt. Darüber hinaus werden die Öffnung der innerdeutschen Grenze, der Zuzug von Jüdinnen aus der ehemaligen Sowjetunion sowie die verstärkte Einwanderung von Israelinnen seit Anfang der Nullerjahre thematisiert.

Um die Diversität der Lebenswelten von Jüdinnen abzubilden, nimmt die Reihe die unterschiedlichen Perspektiven, Lebensformen und religiöse Ausrichtungen von traditionell bis säkular, hetero bis queer, wie auch eine rein kulturell konnotierte Verbundenheit mit dem Judentum in den Blick.

Veröffentlicht wurden in der Reihe bislang acht Interviews mit Vertreterinnen unterschiedlicher Generationen und Herkunft wie Lala Süsskind (ehemalige Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin), Jessica Jacoby (Filmjournalistin und Dokumentarfilmautorin) oder Shelly Kupferberg (freie Redakteurin und Moderatorin). Das Online-Angebot wird in stetig weiter ausgebaut und mit Veranstaltungen, einer Ausstellung und einem Buch in der Schriftenreihe erweitert.

Das Deutschland Archiv ist ein Online-Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und bietet fundierte, allgemein verständliche Beiträge zur gemeinsamen deutschen Nachkriegsgeschichte und zum deutschen Einigungsprozess im europäischen Kontext.

Alle Inhalte unter www.bpb.de/deutschlandarchiv

								Pressekontakt:
								Bundeszentrale für politische Bildung
								Daniel Kraft
								Adenauerallee 86
								53113 Bonn 
								
								Tel +49 (0)228 99515-200
								Fax +49 (0)228 99515-293
								presse@bpb.de
								www.bpb.de/presse 
								

Mit Dank für diesen Hinweis an Esther Heling-Hitzemann, Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Göttingen

Trauer um Alex Bruns-Wüstefeld

Mit Bestürzung und Trauer haben wir von der Nachricht Kenntnis genommen, daß Alex Bruns-Wüstefeld im April dieses Jahres gestorben ist.

Sein Name ist untrennbar mit der Forschung über die Zeit der Nationalsozialischen Diktatur in Göttingen verbunden. Er war es, der die Zwangsenteigungen der Göttinger Juden entdeckt und in ihren kriminellen Details erforscht hat. Auch gegen Widerstände hat er an diesem Projekt weitergearbeitet und es bis zur Buchveröffentlichung gebracht.

Sein Werk ist ein unschätzbarer Fundus für die Geschichte Göttingens. Darüber hinaus war und ist es eine wertvolle Anregung für die Forschung zur Enteignung des Judentums in anderen Städten Deutschlands. Dafür gebührt Alex Bruns-Wüstefeld unser aufrichtiger Dank!


2021

Dienstag, den 23. März 2021 — Williamsville, New York: Ehrenmitglied Wilma Iggers wird 100!

Unser Ehrenmitglied Wilma Iggers feiert am 23.März ihren hundertsten Geburtstag. Das Bild zeigt Wilma rechts mit ihrem Mann Georg, im Hintergrund die Niagara-Fälle.

Andrea Gabler von den göttinger Historikerinnen,  mit Hilfe von Dagmar Friedrich und Frauke Geyken, hat eine sehr schöne Biografie von Wilma geschrieben. Diese kann man hier lesen.

Heute lebt Wilma in Williamsville, New York, in der Nähe von Buffalo.

 

Donnerstag, den 27. Mai 2021 — Unterschiedliche Veranstaltungen -- s. Text: Veranstaltungen der liberalen jüdischen Gemeinden in Niedersachsen

Donnerstag, den 27. Mai 2021 um 19.00 via ZOOM: „Die Berufung am brennenden Dornbusch“, Gesprächsabend mit Rabbinerin Dr. Ulrike Offenberg und Hans-Georg Spangenberger, Liberale Jüdische Gemeinde Hameln

Donnerstag, den 24. Juni 2021 um 19.00 Uhr via ZOOM: „Der Tanz ums Goldene Kalb“, Gesprächsabend mit Rabbinerin Dr. Ulrike Offenberg und Hans-Georg Spangenberger, Liberale Jüdische Gemeinde Hameln

Sonntag, den 29. August um 15.00 Uhr im Garten der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover: „Musikfestival Le Chaim“ mit der Musikband Lechaim und weiteren jüdischen Musiker*innen, Liberale Jüdische Gemeinde Hannover

Mittwoch, den 01.September 2021 um 17.00 Uhr im Stadtteilzentrum Wolfsburg: „Interaktiver Tanz-Workshop zu jüdischen Volkstänzen“ mit Larissa Schein, Liberale Jüdische Gemeinde Wolfsburg

Dienstag, den 14. September 2021 um 19.00 Uhr, Gemeindezentrum St. Augustinus, Vizelinstr.: „Schonzeit vorbei – über das Leben mit dem täglichen Antisemitismus“, Lesung mit Juna Grossmann, Liberale Jüdische Gemeinde Hameln

Mittwoch, den 22. September 2021 um 18.00 Uhr, Synagoge LJGH: „Sukkot – jüdische Ethik und was Sukkot damit zu tun hat“ mit Alisa Bach, Liberale Jüdische Gemeinde Hannover

Donnerstag, den 30. September 2021 um 19.00 Uhr, Synagoge Celle: „Einführung in die Grundsätze des Judentums“ mit Patrick Hahne, Liberale Jüdische Gemeinde Celle

Donnerstag, den 07. Oktober 2021 um 19.00 Uhr, Synagoge Bürenstr.: „Bertha Pappenheim – Soziale Arbeit aus jüdischer Perspektive“, Vortrag von Rabbinerin Dr. Ulrike Offenberg, Liberale Jüdische Gemeinde Hameln

Donnerstag, den 14. Oktober 2021 um 19.00 Uhr, Synagoge Celle: „Jüdisches Leben in Celle/ Niedersachsen“ mit Dorit Schleinitz, Liberale Jüdische Gemeinde Celle

Sonntag, den 17.Oktober 2021 um 16.00 Uhr: „Jüdische Geschichte und Kultur“, Vortrag mit musikalischem Konzert der Gruppe Simha, Liberale Jüdische Gemeinde Bad Pyrmont

Mittwoch, den 20. Oktober 2021 um 18.00 Uhr, Synagoge LJGH: „Jüdische Migrant*innen in Deutschland – Geschichten und Erfahrungen“ mit Yevgen Bruckmann, Liberale Jüdische Gemeinde Hannover

Mittwoch, den 27. Oktober 2021 um 18.00 Uhr: „Die Grundsätze des Judentums im Kontext von Dialog- und Bildungsarbeit“ mit Rabbinerin Jasmin Andriani, Liberale Jüdische Gemeinde Wolfsburg

Donnerstag, den 28. Oktober 2021 um 19.00 Uhr, Synagoge Celle: „Vermittlung von Judentum und jüdischem Leben im Kontext Schule“ mit Dr. Rebecca Seidler, Liberale Jüdische Gemeinde Celle

Sonntag, den 07. November 2021 um 11.00 Uhr, Liberale Jüdische Gemeinde Hannover: „Konzert mit Frühstücksbrunch zu Gunsten der WIZO“ mit dem Duo Levinsky und Budenstein, Liberale Jüdische Gemeinde Hannover

Mittwoch, den 17. November 2021 um 18.00 Uhr, Israel Jacobson Bibliothek: „Antisemitismus heute und Handlungsmöglichkeiten für die Zivilgesellschaft“ mit Dr. Kay Schweigmann-Greve, Liberale Jüdische Gemeinde Hannover

Sonntag, den 21.11.2021 um 18.00 Uhr: „Das Wunder von Chanukka im Lichte von 1700 Jahre jüdischer Diaspora“ mit Rabbinerin Jasmin Andriani und Kantor Daniel Kempin, Liberale Jüdische Gemeinde Göttingen

Sonntag, den 05. Dezember 2021 um 15.30 Uhr in der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover: „Konzert anlässlich Chanukka“ mit dem Asamblea Mediterranea, Liberale Jüdische Gemeinde Hannover

Dienstag, den 07.12.2021 um 19.00 Uhr, Synagoge Bürenstr.: „Zeitreisen – Feste und Traditionen des jüdischen Jahres“, Vortrag von Rabbinerin Dr. Ulrike Offenberg, Liberale Jüdische Gemeinde Hameln

Sonnabend, den 10. Juli 2021 : Esther Bejarano, bekannte jüdische Sängerin und Auschwitz-Überlebende ist am 10.07.2021 gestorben

Esther Bejarano, ז״ל

Die Musik rettete ihr das Leben
Bericht: hier →klicken
Lebenslauf: hier →klicken

Freitag, den 16. Juli 2021 — Städisches Museum Göttingen, : Gestickte Pracht – gemalte Welt.

Ausstellung im Städtischen Museum

Gestickte Pracht – gemalte Welt. Die Sammlung Tora-Wimpel im Städtischen Museum Göttingen

Nähere Informationen zu Führungen durch die Ausstellung demnächst im Gemeindebüro

				Kontakt zum Museum:
				Ritterplan 7/8
				37073 Göttingen
				Tel. 0551/400-2843
				E-Mail: museum@goettingen.de
				

andere Veranstalter

Berlin, Staatsbibliothek: die Displaced Persons-Sammlung in der Staatsbibliothek zu Berlin

Für den Erhalt der ersten jüdischen Publikationen in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg zur SBB →

Weitere Information (PDF-Datei) hier →

Unterschiedliche Veranstaltungen -- s. Link: Veranstaltungskalender des Vereins BEGEGNUNG Christen und Juden in Niedersachsen e.V.

 
Mit Dank an Esther Heling-Hitzemann, Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit für den Hinweis auf diesen Veranstaltungskalender.

2021

Sonntag, den 28. Februar 2021 , 17 Uhr — Zugangslink -- auf die Fläche klicken: How to present Jewish Life today

Dienstag, den 2. März 2021 , 11 Uhr — Online mit ZOOM, s.u.: Chorseminar 2-4.03.21 mit Vorträgen über die hebräische Musik

Chorseminar vom ZWST

Wir freuen uns auf die inspirierenden Vorträge über die hebräische Musik, Nigunim, Sholom Alejchem etc. 
 
Bitte beachten Sie die Vortragssprachen:
 
RUSSISCH am Dienstag, den 02.03.2021.
 
DEUTSCH am Mittwoch, den 03.03.2021 und am Donnerstag, den 04.03.2021.
Sollten sich für einen oder beide Tage ausschließlich russischsprachige Teilnehmende anmelden, können Vorträge auf Russisch gehalten werden.
 
Bitte leiten Sie diese Mail an alle Interessent:innen weiter!
 
Anmeldungen unter freifeld@zwst.org oder 069-94437146. Der Link mit dem Zoom-Zugang wird nach der Anmeldung zugesendet.
 
Vielen Dank und Purim Sameach!         

Sonnabend, den 13. März 2021 , 16 Uhr — Online mit YouTube: Was verbindet Menschen? Veranstaltung der Lichtburg-Stiftung

Sonntag, den 18. April 2021 , 16 Uhr — per ZOOM aus der Begegnungsstätte Löwenstein: Gedenken an Ruth Klüger

Lernnachmittag mit Dr. Hermann Engster

Noch immer hält uns die Corona-Pandemie im Bann. Gleichwohl wollen wir jetzt versuchen, per ZOOM einen   Vortrag von Dr. phil. Hermann Engster zu erleben. Der Referent wirkt derzeit als Dozent für Literatur und Musik an der Universität des dritten Lebensalters in Göttingen.

Ruth Klüger ist in der Nacht vom 5. zum 6 Oktober in Irvine, Kalifornien, im Alter von 88 Jahren verstorben. Sie war Wienerin, Amerikanerin, Göttingerin. Und Jüdin. 1931 in Wien geboren, erlebte sie dort schon früh den Antisemitismus. Bereits als Kind entwickelte sie eine Leidenschaft zur Literatur, lernte Gedichte von Goethe, Heine und ganze Schiller-Balladen auswendig. Als Elfjährige wurde sie mit ihrer Mutter ins KZ Theresienstadt deportiert, danach nach Auschwitz.

Das Memorieren der Gedichte half ihr, das quälende Appellstehen auszuhalten und ihr die Hoffnung auf eine bessere Welt zu bewahren. Den Gaskammern entging sie, weil eine Schreiberin ihr riet, sich statt als 12-jährig als 15-jährig auszugeben, um als arbeitsfähig eingestuft zu werden.

Auf den Todesmärschen in andere KZs vor Kriegsende gelang Mutter und Tochter die Flucht. Danach emigrierten sie in die USA. Ruth Klüger studierte Germanistik, lehrte als Professorin in Princeton/New Jersey und Irvine/Kalifornien; 1988 erhielt sie eine Gastprofessur in Göttingen.

Göttingen wurde ihr zu einer zweiten Heimat. Hier schrieb sie ihre Erinnerungen mit dem
Titel „weiter leben. Eine Jugend“. Das Buch, von Suhrkamp als „unliterarisch“ abgelehnt,
erschien im damals kleinen Wallstein-Verlag, der davon 300.000 Exemplare verkaufte. Gewidmet hat sie das Buch ihren „Göttinger Freunden“.

Als Literaturwissenschaftlerin und Schriftstellerin erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Ihre letzten Jahre verbrachte sie in Irvine. Dieser eindrucksvollen und verehrungswürdigen Frau soll in diesem Vortrag gedacht werden.

Ab 15:45 Uhr besteht die Möglichkeit, sich am ZOOM-Meeting anzumelden. Bitte schalten Sie dazu Ihr Mikrofon ab, um den Vortrag nicht zu stören; natürlich besteht anschließend die Möglichkeit, mit dem Referenten zu diskutieren.

Den ZOOM-Zugang erhalten Sie nach Anmeldung beim Jüdischen Lehrhaus Göttingen:
Tel. +49 551 633 9415 oder Email: JLHGoe@gmail.com

Sonntag, den 6. Juni 2021 , 17 Uhr — Online mit ZOOM, s.u.: Netzer Germany Gaming Night

Liebe Gemeinden,

Liebe Eltern,

Liebe Chanichim:ot,

wir Madrichim:ot von Netzer Germany e.V. laden alle interessierten Kinder und Jugendlichen zu unserem Online-Spieleabend über Zoom am Sonntag, 06. Juni 2021, um 17 Uhr ein!

Wir wollen uns noch vor unseren Sommermachanot online sehen, um gemeinsam Spaß zu haben, Spiele zu spielen, zu lachen und unsere Vorfreude auf den Sommer zusammen zu genießen!

Wenn ihr mitmachen wollt:
Schreibt uns eine kurze E-Mail mit Name sowie Alter der teilnehmenden Kinder und füllt das Dokument im Anhang, die Seite 2 „Einwilligung für Online-Programm“ aus!
Dann schicken wir euch einige Tage vorher den Zoom-Link dazu. 

Außerdem haben wir noch einige wenige freie Plätze auf unserem Ältesten- und auf unserem Süd-Sommermachane. Falls ihr noch nicht dabei seid und euch noch anmelden wollt, könnt ihr dies noch bis zum 07. Juni tun! Das Anmeldeformular findet ihr unter folgendem Link als PDF zum Herunterladen: https://netzergermany.de/aktuelles/

Bei Fragen meldet euch immer gerne bei uns.
Wir freuen uns, euch online bei unserem Spieleabend und bald auch auf unseren Sommermachanot wiederzusehen!

Viele Grüße,

Eure Netzer Germany e.V. Madrichim:ot 

Anhang: Einwilligung zur E-Mail Kommunikation (pdf-Datei)

Donnerstag, den 17. Juni 2021 , 19 Uhr — Online -- Links im Text: „Alleine auf der großen Bühne“ / Jüdischer Salon IV

JÜDISCHER SALON IV

„Alleine auf der großen Bühne“

Die erste jüdische Late Night Show im deutschen Fernsehen

Ein Gespräch mit Daniel Donskoy

17. Juni 2021, 19.00 Uhr

BILDUNG 2021 | ‫תשפ“א‬

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

in Deutschland werden 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland begangen. Ein Grund zum Feiern? Definitiv ein Anlass, um jüdische Geschichten sichtbarer zu machen. Aber wie? Mit der ersten jüdischen Late Night Show im deutschen Fernsehen wurde ein Versuch gemacht: „Freitag Nacht Jews“, produziert von Turbokultur für den WDR, will mehr sein, als ein weiteres Porträt junger jüdischer Menschen.

Der Schauspieler und Musiker Daniel Donskoy schlüpft für dieses Format nicht nur in die Rol- le des Gastgebers, sondern auch des Kreativproduzenten. Er lädt junge Persönlichkeiten zum Schabbat-Dinner ein und diskutiert mit ihnen über Themen, die sie nicht nur als Jüdinnen und Juden beschäftigen, sondern auch als Teil der sogenannten Mehrheitsgesellschaft.

Die erste Staffel von „Freitag Nacht Jews“ ist abgedreht und wurde in der ARD Mediathek ausge- strahlt, ab dem 18. Juni folgt die lineare Fernsehausstrahlung im WDR. Doch in guter jüdischer Tradition muss der Diskurs immer weitergehen. Deshalb ist Daniel Donskoy nun zu Gast im Jüdi- schen Salon des Zentralrats. Sabena Donath spricht mit ihm über das Wagnis, sich nicht nur auf der künstlerischen Ebene einer solchen Thematik zu nähern, sondern auch auf einer sehr per- sönlichen. Was es bedeutet, Filter abzulegen, Selbstbestimmung auszuleben, das eigene Schaf- fen mit einer Prise Chuzpe zu versehen und was bleiben kann, als Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenleben nach 1700 Jahren jüdischem Leben in Deutschland.

Zur Einstimmung empfehlen wir Ihnen die acht Folgen von „Freitag Nacht Jews“ in der ARD Mediathek:

https://www.ardmediathek.de/sendung/freitagnacht-jews-mit-daniel-donskoy/staffel-1/Y3JpZDovL3dkci5kZS9mcmVpdGFnbmFjaHRqZXdz/1/

Der Jüdische Salon ist am Donnerstag, den 17. Juni 2021 um 19.00 Uhr unter folgendem Link abrufbar: www.zentralratderjuden.de/juedischer-salon

Wir freuen uns auf Sie!

					Ihre
					Dipl. Päd. Sabena Donath
					Leiterin der Bildungsabteilung
					

Sonntag, den 20. Juni 2021 , 16 Uhr — Begegnungsstätte Löwenstein: Jüdische Kulturtage / Ensemble Hevenu Shalom

„Mazal Tov! und Shabbat Shalom“

Wir wagen es: Am kommenden Sonntag soll das Konzert mit dem Ensemble Hevenu Shalom unter den gelockerten Corona-Bedingungen anlässlich des 19. Gründungstages des Jüdischen Lehrhauses live in der Begegnungsstätte Löwenstein stattfinden. Ein Mund-Nasenschutz ist vorgeschrieben.

Auf dem Programm stehen u.a. Werke von Leonard Bernstein, Felix Mendels- sohn, Jerry Bock, zwei Ladino-Hochzeits- und Liebeslieder sowie Stücke aus Anatevka. Musikalisch bearbeitet wurde das Repertoire von Idan Levi und Daniel Stratievsky.

Das im Jahr 2016 als Trio gegründete Ensemble ist inzwischen zum Quartett gewachsen: Idan Levi (Flöte), Hyunkil Oh (Violoncello), Nemanja Lukic (Akkor- deon) und Ivan Neykov (Violine), der auch das Konzert moderiert.

Neben diesem musikalischen Höhepunkt, der Dank der Unterstützung durch den Zentralrat der Juden in Deutschland ermöglicht wurde, stehen passend zum zweiten Teil des Konzert-Titels zwei Offene G’ttesdienste in der „neuen alten“ Wohnungssynagoge der Jüdischen Kultusgemeinde im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Göttingen 2021 auf dem Programm (eine telefonische Anmeldung unter 0172 – 5 61 68 70 ist bis Freitagmittag erforderlich): Mit Rabbiner Konstantin Pal, der die Gemeinde per ZOOM durch die wegen der Pandemie gebotenen „kontaktlosen“ Monate begleitet hat, soll am Freitagabend um 18:30 Uhr Kabbalat Schabbat gefeiert werden. Am Sonnabendmorgen um 10:30 Uhr steht der Schacharit Chukkat an.

Dabei sein ist alles! Mitmachen ist wie immer sehr wertvoll! Das Konzert beginnt um 16 Uhr und soll gegen 19 Uhr beendet sein. In der Pause stehen Erfrischungen bereit.

Sonntag, den 18. Juli 2021 , 18 Uhr — Kirchengemeinde St. Nikolaus, Nikolausberg, Augustinerstraße 17, 37077 Göttingen: Konzert zu Tischa b-Av

Liebe Frau Jürgenliemk, am 18. Juli ist der 9 Tag im Monat Aw, Gedenktag der Zerstörung der Tempel.

In Nikolausberg veranstalten wir am Sonntag, 18.Juli 18.00 Uhr eine besondere Form des Gedenkens in Verbundenheit zur jüdischen Gemeinde in der Stadt und im Land.

Die Aufführung der "lecon de tenebres" von Couperin, eine Vertonung der Klagelieder Jeremias, eine eindrucksvolle und eindringliche Musik.

Ausführende sind ausgewiesen besondere Künstler unserer Region.

Laura Frey, Viola da Gamba
Jochen Faulhammer, Orgel
Andreas Düker, Laute
Anna Nesyba, Sopran

Ich lade Sie im Namen des Kirchenvorstandes und des Arbeitskreises Kultur in der Klosterkirche herzlich zum Konzert ein.  Eintritt ist für Sie frei. Und bringen Sie gerne weitere Mitglieder Ihrer Gemeinde mit. Wir müssen nur kurz vorher wissen, wer und wieviele, da die Corona-Bedingungen uns immer noch Beschränkungen auferlegen.

Seien Sie also herzlich eingeladen.Diese Einladung kommt knapp drei Wochen vor dem Konzert, da erst seit kurzer Zeit mit Lockerung de Corona-Auflagen fest steht, dass wir es durchführen können.

Herzlichen Gruß
Heinz Behrends
Superintendent i.R.
mobil 0151-65117213

Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Nikolaus, Nikolausberg
Augustinerstraße 17
37077 Göttingen

kg.nikolausberg@evlka.de
0551-2966
0551-2099750

Sonntag, den 18. Juli 2021 , 18 Uhr — Ev.-Reformierte Kirche, Untere Karspüle 11, 37073 Göttingen: Mir gejen zusamen -- Klezmer mit "Di Vanderer"

VALERIYA SHISHKOVA & „Di Vanderer“. Jiddische Lieder & Klezmer

VALERIYA SHISHKOVA Gesang,
SERGEY TREMBITSKIY Klavier, Flöte, GENNADIY NEPOMNJASCHIY Klarinette

 

Valeriya Shishkova gilt als eine deutschlandweit überzeugende Interpretin jiddischer Lieder. Die zahlreichen Konzertgastspiele von Bremen bis München brachten ihr in den vergangenen Jahren große Anerkennung in Deutschland, aber auch in der internationalen Szene: sie ist Preisträgerin bei 3. International Jewish Music Competition in Amsterdam. Und das liegt an der besonderen Persönlichkeit der Sängerin, die Wärme, Empathie und innige Anteilnahme zu verschenken weiß.

Für dieses Programm hat die russisch-jüdische Sängerin, die seit 2003 das Publikum mit jiddischen Liedern begeistert, wieder die Lieder ausgewählt, die sie selbst emotional berühren. Und weil ihre eigenen Interpretationen so ganz auf den persönlichen Charakter der Lieder aufbauen, strahlen sie auch eine so berührende Emotionalität aus. Mit ihrer schönen, wandlungsfähigen Stimme und durch ihre so persönliche, Art zu singen, teilt Valeriya Shishkova ihre reiche Gefühlswelt und Freundlichkeit, den großen Reichtum ihrer Seele mit ihrem Publikum. Die beiden Instrumente von „Di Vanderer“– Klavier und Klarinette – mit ihrem Naturklang verstärken und unterstützen ihren Auftritt.

 

Eine Veranstaltung der GCJZ Göttingen e.V. in Kooperation mit der Ev.-Reformierten Gemeinde Göttingen. Wegen der beschränkten Plätze wird eine Anmeldung mit Angabe der Kontaktdaten empfohlen unter info@gcjz-goettingen.de oder Tel. 205 4746

Sonntag, den 29. August 2021 , 15 Uhr — Liberale Jüdische Gemeinde Hannover, Fuhsestr. 6: L'Chaim Musikfestival Hannover

Im Rahmen des Festjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ sind Sie herzlich eingeladen am Sonntag, den 29. August 2021 von 15.00 – 19.00 Uhr das jüdische Musikfestival „L`Chaim Hannover” auf dem Außengelände der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover zu besuchen! Ein buntes Musikprogramm erwartet Sie und gibt Ihnen einen Einblick in die Facetten jüdischer Musik. Zudem gibt es Infostände von den verschiedenen Kooperationspartner*innen. Es besteht die Möglichkeit einer Führung, um sich die Synagoge der Liberalen Jüdischen Gemeinde und die jüdische Bibliothek anzuschauen, damit Sie etwas über jüdisches Leben heute erfahren können! Der Eintritt zum Musikfestival ist frei – aus Sicherheitsgründen gibt es eine Einlasskontrolle mit der Bitte um Verständnis. Kaltgetränke und leckeren Kuchen können Sie vor Ort erwerben. Bitte beachten Sie die Einhaltung der aktuell geltenden Hygienevorschriften.

Programm herunterladen (PDF-Datei): hier →klicken