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Unser Rabbiner Dr. Edward Van Voolen

 


Rabbi Drs. Edward van Voolen

Rabbiner Drs. Edward van Voolen studierte Kunstgeschichte und Geschichte an der Universität Amsterdam und wurde als Rabbiner am Leo Baeck College, London und am Hebrew Union College, New York ausgebildet. 1978 wurde er in London ordiniert.

Er ist als Rabbiner in Göttingen (seit 2017, 2002-2009) und Schleswig-Holstein (seit 2016) tätig. Zuvor betreute er die Liberalen Gemeinden in Hamburg (2006– 2011), München (1998–2001), Köln (1996–2001) und Arnheim, Niederlande (1978–1999, 2002–2004).

Seit 2002 ist er Mitglied des Direktoriums des Abraham Geiger Kollegs an der Universität Potsdam. Als Rabbinischer Direktor ist er zuständig für die praktische Ausbildung der Rabbiner*innen und Kantor*innen, kümmert sich in Bezug auf die Nachwuchsförderung um die internationale Vernetzung mit den jüdischen Gemeinden in Europa und vertritt in der Lehre die Schwerpunkte Homiletik und Mentorat.

Von 1978–2013 hatte er als Kurator und Kustos am Joods Historisch Museum, Amsterdam die Mitverantwortlich für das Konzept der Dauerausstellungen. Als Kurator und Projektleiter hat er mehr als fünfzig Ausstellungen über kulturhistorische und historische Themen, Judaika, Kunst vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart, Architektur, Fotografie und Handschriften verantwortet und an Presse und Publikum vermittelt. Außerdem war er an den Ausstellungsprojekten Jüdische Lebenswelten (mit Dr. A. Nachama und Prof. Dr. J.H. Schoeps) im Martin-Gropius-Bau, Berlin (1992) und Jodendom. Een wereld van verhalen (Amsterdam 2013) beteiligt und als freiberuflicher Kurator an den Ausstellungen Sacred Places (Antwerpen 2014) und Heilig Schrift. Tanach, Bibel, Koran (Utrecht 2016).

Edward van Voolen hält regelmäßig Vorträge zu Religion, Kultur und Kunst des Judentums für ein breites Publikum, von Jugendlichen bis zu Universitätsstudierenden. Er hatte Gastdozenturen u.a. in Potsdam, Chicago, Brüssel, Utrecht, Amsterdam und Zürich.

Er ist u.a. Mitglied des Beirats des Jüdischen Museums, Wien und Kuratoriumsmitglied der Freunde des Tel Aviv Museum of Art, Deutschland (TAMAD); zuvor war er beratend für die Jüdischen Museen in Chicago, Paris und Brüssel tätig. Er war Jurymitglied für den Architekturwettbewerb für das Jüdische Museum Berlin, das Felix- Nussbaum-Haus in Osnabrück und POLIN, Museum of Polish Jewish History, Warschau.

Er ist Gründungsmitglied der Association of European Jewish Museums und Mitglied der Central Conference of American Rabbis (CCAR), der Allgemeinen Rabbinerkonferenz (ARK), der European Association of Jewish Studies, und der Vereinigung für Jüdische Studien. Seit 2018 ist er Member of the Executive Board of the European Union for Progressive Judaism, und seit 2016 ist er Teil des Gesprächskreises Juden und Christen des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Weiterhin ist er Mitglied der Herausgebergremien des Journal of Modern Jewish Studies, Jewish Cultural Studies und European Judaism.

Er ist Verfasser zahlreicher Bücher und Aufsätze über jüdische Religion, Kultur, Architektur und Geschichte in niederländischer, deutscher und englischer Sprache, wie zum Beispiel Haggada (Hrsg. Andreas Nachama, 2016), 50 jüdische Künstler, die man kennen sollte (2011), The ‘Jewish’ Rembrandt, The Myth Unravelled (Hrsg. mit M. Alexander und J. Hillegers, 2008), Jüdische Kunst und Kultur (2006), Jüdische Identität in der zeitgenössischen Architektur (Hrsg. mit Angeli Sachs, 2004), Charlotte Salomon Leben? Oder Theater? (Hrsg., 2004).

Unsre Rabbinerin Jasmin Adriani

 


Jasmin Adriani

Jasmin Andriani ist am 9.9.1983 in Tel Aviv als Jasmin Miriam Bruck geboren. Ihre ersten Kindheitsjahre verbrachte sie in Israel zwischen Strand und Shuk HaCarmel, bevor die Familie 1985 ins damalige West-Berlin zog. Hier besuchte sie die Bildungseinrichtungen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und engagierte sich später in der Jugendarbeit, beim Jüdischen Studentenbund und dem Jüdischen Museum Berlin. Nach dem Abitur am Beethoven-Gymnasium (mittlerweile gab sie das Klarinettespielen auf), studierte sie Rechtswissenschaften an der FU Berlin bis zum ersten juristischen Staatsexamen. Anschließend lebte und arbeitete sie in Simbabwe, Afrika, wo sie viele prägende Erfahrungen sammelte. Zurück in Berlin entschloß sie sich ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen und ein Studium der Jüdischen Theologie an der Uni Potsdam und eine parallele Ausbildung zur Rabbinerin am Abraham Geiger Kolleg aufzunehmen. Zwei Semester des Studiums verbrachte Jasmin in Jerusalem, der Heimatstadt ihres Vaters. Ihre Masterarbeit beschäftigt sich mit dem Dekalog in der Hebräischen Bibel und der frühjüdischen Tradition. Ihr Ordinationsspruch stammt aus Leviticus 25, 23. Gott sagt: "Mein ist das Land, denn Fremde und vorübergehende Bewohner seid ihr bei mir."  

Sie ist Rabbinerin der liberalen Gemeinden von Hannover und Göttingen. Jasmin ist seit 2012 mit Daniel verheiratet, zusammen haben zwei Töchter.

Unsre Rabbinerstudentin Helene Braun

Helene Braun wurde in Hannover geboren, wo sie auch zur Waldorfschule ging.

Seit 2018 läßt sie sich zur Rabbinerin am Abraham-Geiger-Kolleg in Potsdam ausbilden. Parallel dazu studiert sie Jüdische Theologie an der Universität Potsdam.